Die Presseschau zeigt nur einen Teil der Medienresonanz zur Jahreskonferenz ee06. Die Berichte sind Auszugsweise zitiert. Die vollständigen Artikel erhalten Sie bei den jeweiligen Medien.
Frankfurter Rundschau vom 23.02.2005
Erneuerbare Energien gewinnen an Schwung
Berlin · 22. Februar · rtr ·
Nach Angaben des Bundesumwelt-Ministeriums und der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik wurden im vergangenen Jahr 3,6 Prozent der Primärenergie aus Sonnenlicht, Wind- und Wasser- oder Biokraft gewonnen. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als 2003. "Deutschland liegt damit sehr gut auf der Bahn", kommentierte der zuständige Abteilungsleiter des Ministeriums, Rainer Hinrich-Rahlwes, die Zahlen.
Das Umweltministerium plant eine Erweiterung der Förderung regenerativer Energien auf die Wärmeerzeugung. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, erläuterte der Experte. Bis zum Jahr 2020 soll Bioenergie 20 Prozent des Verbrauchs decken.
Zulegen konnten im vorigen Jahr vor allem die Stromerzeuger. Ihr Absatzanteil erhöhte sich auf 9,3 Prozent, nach 7,9 Prozent im Jahr zuvor. Im Wärmemarkt blieb der Anteil mit 4,2 Prozent nahezu konstant. Biokraftstoffe verzeichneten zwar ein Wachstum von fast 80 Prozent, deckten aber nur 1,6 Prozent des Bedarfs.
Die Windenergie hat die Wasserkraft erstmals überflügelt. Gut 2000 Megawatt Leistung wurden 2004 installiert, 25 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Wasserkraftwerke speisten 21 Milliarden Kilowattstunden in die Netze ein, geringfügig mehr als im Jahr zuvor. Besonders stark entwickelte sich die Sparte Photovoltaik.
"Wir sind Ausbauweltmeister", sagte Carsten Körnig, Chef der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS). Mit einem Zubau um 300 auf 700 Megawatt Leistung rückte Deutschland bei der Sonnenenergiegewinnung an den Japanern vorbei auf den ersten Platz vor.
Nach Schätzung der Fachverbände erhöhte sich der Umsatz der Branche im Jahr 2004 um rund 15 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Aus der Erzeugung erlösten die Betreiber rund fünf Milliarden Euro. 6,5 Milliarden Euro flossen in den Bau neuer Anlagen. 2,4 Milliarden Euro davon gingen allein in den Ausbau der Windenergie. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 10 000 auf mittlerweile 130 000.
Berliner Zeitung vom 22.02.2005
Grüner Strom kratzt an der Zehnprozentmarke Erneuerbare Energien waren 2004 so wichtig wie nie
Wind- und Sonnenenergie, aber auch Energie aus Biomasse sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Die erneuerbaren Energien deckten im vergangenen Jahr 9,3 Prozent des Stromverbrauchs, 2003 waren es noch 7,9 Prozent. Das teilte das Bundesumweltministerium gestern bei der Jahreskonferenz Erneuerbare Energie in Berlin mit. "Erstmals produzierten Windräder mehr Strom als die Wasserkraft, und erstmals ist Deutschland Weltmeister beim Bau von Fotovoltaik-Anlagen", sagte Frithjof Staiß von der Arbeitsgruppe Statistik Erneuerbare Energien auf der Konferenz. Derzeit sind in Deutschland Solarzellen mit einer Leistung von insgesamt 300 Megawatt installiert. Damit sei Deutschland nun Fotovoltaik-Weltmeister - vor Japan, wo 280 Megawatt installiert seien, sagte Staiß.
Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch stieg der Anteil der grünen Energien im Vorjahresvergleich von 3,1 auf 3,6 Prozent. Dabei legten sie im Wärme- und Heizungsbereich mit einem Anteil von 4,2 Prozent (2003: 4,1) kaum zu. Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft, forderte daher ein Gesetz, das erneuerbare Energien zum Heizen fördert.
Die regenerativen Energien sparten insgesamt 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein. "Das sind 10 Millionen Tonnen mehr als in 2003 und so viel, wie konventionelle Energiewirtschaft und Industrie von 2002 bis 2012 einsparen sollen", sagte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Peter Ahmels.
Dem Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamt-Energieerzeugung von 3,6 Prozent standen 2004 36,4 Prozent Erdöl, 24,8 Prozent Kohle, 22,4 Prozent Gas und 12,6 Prozent Kernenergie gegenüber. Nach Holz zum Heizen war die Windkraft mit einem Anteil von 17,5 Prozent die bedeutsamste erneuerbare Energie, gefolgt von der Wasserkraft mit 14,7 und dem Biodiesel mit 7,2 Prozent. Die Fotovoltaik hatte einen Anteil von 0,3 Prozent, die Solarthermie von 1,8 Prozent. Rapsöl und Ethanol machten zusammen 0,4 Prozent der erneuerbaren Energien aus. (dpa)
Stuttgarter Nachrichten vom 23.2.2005
Ökostrom-Anteil in Deutschland über neun Prozent - Erneuerbare Energien haben 2004 kräftig zugelegt - Laut Verband 70 Mio. Tonnen Treibhausgas gespart
Berlin (dpa) - Trotz einiger Rückschläge sind Wind- und Sonnenenergie, aber auch Biomasse und -kraftstoffe weiter auf dem Vormarsch. Erneuerbare Energien decken inzwischen fast mehr als neun Prozent des deutschen Stromverbrauchs, teilte das Bundesumweltministerium am Dienstag bei der Jahreskonferenz Erneuerbare Energie mit.
Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch stieg der Anteil der Erneuerbaren Energien im Vorjahresvergleich von 3,1 auf 3,6 Prozent. Dabei legten sie im Wärme- und Heizungsbereich mit 4,2 Prozent Anteil (2003: 4,1) kaum und beim Sprit mit 1,6 (0,9) Prozent stärker zu. Die Branche, die 2004 einen Gesamtumsatz von 11,5 Mrd. Euro erzielte, beschäftigt nach eigenen Angaben schon 130 000 Menschen.
Die zunehmende Einspeisung von Ökostrom in die Netze rechtfertige keine höheren Strompreise für die Kunden, sagte der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Johannes Lackmann. "Der Lärm um dieses Thema ist maßlos überzogen", wies er Forderungen der Netzbetreiber und Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) rund um die umstrittene Windenergie-Studie der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zurück. Diese soll am Donnerstag öffentlich vorgestellt werden.
Auch für den Fall eines Bundestagswahlsieges der Union im Herbst 2006 wird nicht mit einer Abkehr von den Erneuerbaren Energien und einem Stopp des Atomausstiegs gerechnet. "Die Erneuerbaren sind ein zunehmender Bestandteil des Energiemixes und nicht mehr wegzudenken", sagte auch Rainer Hinrichs-Rahlwes vom Umweltministerium. Maßgeblich dafür sei, "dass es nicht nur um Klimaschutz geht, sondern auch um Arbeit und Beschäftigung", fügte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS), hinzu. Auch wolle eine große Mehrheit der Bürger am liebsten in Solarhäusern wohnen.
Die Erneuerbaren Energien lieferten 2004 rund 55,9 Terawattstunden (TWh) Strom und deckten so 9,3 Prozent des Stromverbrauchs nach 7,9 Prozent im Vorjahr, wie die Arbeitsgruppe Statistik Erneuerbare Energien ermittelte. "Erstmals produzierten Windräder - trotz des geringeren Neubaus von Anlagen - mehr Strom als die Wasserkraft, und erstmals ist Deutschland Weltmeister beim Zubau von Fotovoltaik-Anlagen", berichtete Frithjof Staiß, von der Arbeitsgruppe. Mit 300 Megawatt (MW) installierter Fotovoltaik-Leistung seien die Japaner (280 MW) diesmal abgehängt worden.
Körnig forderte ein staatliches Programm zum Ausbau des Wärmemarktes. Das damit verbundene rasante Wachstum könnte die Zahl der im Solarbereich Beschäftigten von jetzt 30 000 auf 100 000 erhöhen. Der Präsident des Bundesverbande Windenergie (BWE), Peter Ahmels, nannte für seine Branche einen Umsatz von jetzt 4,7 Mrd. Euro mit 52 000 Beschäftigten. Neben der Verlagerung der Windräder auf See sollten die Exportanteile von 50 Prozent weiter gesteigert werden. Insgesamt sparten die Erneuerbaren bei Sprit-, Strom- und Wärmeerzeugung im vergangenen Jahr 70 Mio. Tonnen CO2 - "so viel, wie Energiewirtschaft und Industrie von 2002 bis 2012 einsparen sollen". Dem Gesamtanteil der Erneuerbaren Energien an der Primärenergie von 3,6 Prozent standen 2004 noch 36,4 Prozent Erdöl, 24,8 Prozent Kohle, 22,4 Prozent Gas und 12,6 Prozent Kernenergie gegenüber. Wichtigste unter den erneuerbaren Energien war die Windkraft mit einem Anteil von 17,5 Prozent, gefolgt von der Wasserkraft mit 14,7 und Biodiesel mit 7,2 Prozent. Windräder leisten derzeit den bedeutendsten Beitrag zum deutschen Ökostrom-Aufkommen
Badische Zeitung vom 23.2.2005
Erneuerbare immer stärker
BERLIN (dpa). Trotz einiger Rückschläge sind Wind- und Sonnenenergie, aber auch Biomasse und -kraftstoffe weiter auf dem Vormarsch. Erneuerbare Energien decken inzwischen fast 10 Prozent des deutschen Stromverbrauchs, teilte das Bundesumweltministerium bei der Jahreskonferenz Erneuerbare Energie ("EE05") in Berlin mit.
Bezogen auf den Gesamt-Energieverbrauch stieg der Anteil der "Erneuerbaren" im Vorjahresvergleich von 3,1 auf 3,6 Prozent. Die Branche, die 2004 einen Gesamtumsatz von 11,5 Milliarden Euro erzielte, beschäftigt nach eigenen Angaben schon 130000 Menschen. Die zunehmende Produktion dieses Wachstumssektors für das Stromnetz rechtfertige keine höheren Strompreise für die Kunden, sagte der Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), Johannes Lackmann. "Der Lärm um dieses Thema ist maßlos überzogen", wies er Forderungen der Netzbetreiber und Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement rund um die umstrittene Windenergie-Studie der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zurück. Sie soll morgen veröffentlicht werden. "Die ,Erneuerbaren' sind ein zunehmender Bestandteil des Energiemix und nicht mehr wegzudenken", sagte auch Rainer Hinrichs-Rahlwes vom Umweltministerium. Maßgeblich dafür sei, "dass es nicht nur um Klimaschutz geht, sondern auch um Arbeit und Beschäftigung", fügte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmens-Vereinigung Solarwirtschaft (UVS) hinzu. Die Erneuerbaren Energien lieferten 2004 rund 55,9 Terawatt-Stunden Strom (TWh; 1 TWh entspricht 1 Milliarde Kilowattstunden) und deckten so 9,3 (Vorjahr 7,9) Prozent des Stromverbrauchs, wie die Arbeitsgruppe Statistik Erneuerbare Energien (AGEE) ermittelte. "Erstmals produzierten Windräder (trotz des geringeren Neubaus von Anlagen) mehr Strom als die Wasserkraft, und erstmals ist Deutschland mit 300 Megawatt installierter Fotovoltaik-Leistung Weltmeister beim Zubau von Fotovoltaik-Anlagen", berichtete Frithjof Staiß, von der Arbeitsgruppe. Körnig forderte ein staatliches Programm zum Ausbau des Wärmemarkts. Das damit verbundene rasante Wachstum könnte die Zahl der im Solarbereich Beschäftigten von jetzt 30000 auf 100000 erhöhen. Der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Peter Ahmels, nannte für seine Branche einen Umsatz von jetzt 4,7 Milliarden Euro mit 52000 Beschäftigten. Neben der Verlagerung der Windräder auf See sollten die Exportanteile von 50 Prozent weiter gesteigert werden. Insgesamt sparten die "Erneuerbaren" bei Sprit-, Strom- und Wärmeerzeugung 70 Millionen Tonnen CO, zehn Millionen Tonnen mehr als in 2003 - "so viel, wie Energiewirtschaft und Industrie von 2002 bis 2012 einsparen sollen".
Mitteldeutsche Zeitung vom 23.02.2005
Erneuerbare Energien mit viel Zuwachs / Neue Länder Vorreiter
Berlin/MZ/gwe. Ostdeutschland ist ein Vorzeigeland für erneuerbare Energien. Gerade durch die großflächigen landwirtschaftlichen Strukturen gelten die Ergebnisse bei Biotreibstoffen und Geothermie als vorbildlich. Die neuen Länder, vor allem auch Sachsen-Anhalt, gäben entscheidende Impulse für Wind - und Sonnenenergie, aber auch Biomasse und - Kraftstoffe, die weiter auf dem Vormarsch seien. Dies erklärte gestern Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), in Berlin.
Größte unter den erneuerbaren Energien war in Deutschland die Windkraft mit einem Anteil von 17,5 Prozent, gefolgt von der Wasserkraft mit 14,7 Prozent und dem Biodiesel mit 7,2 Prozent. Die Photovoltaik lag bei 0,3 Prozent, die Solarthermie bei 1,8 Prozent, Rapsöl und Ethanol bei 0,4 Prozent. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums und der "Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik" wurden 3,6 Prozent der Primärenergie aus Sonnenlicht, Wind-und Wasser- oder Biokraft gewonnen, das waren 0,5 Prozent mehr als 2003. Bis 2020 soll Bioenergie 20 Prozent des Verbrauchs decken.
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